Ich greife also in die Packtasche. Potz Blitz! Was ist DAS denn? Hatte ich den Helm nicht rechts versorgt? Aufgeregter Griff in die linke Tasche: Auch nichts! Ich fasse es nicht! Jetzt hat doch eine miese, kleine Ratte gemerkt, dass ich meinen fast neuen Helm in meine Satteltasche gelegt habe! Hat nur gewartet, bis ich weg war. So was!
Mein Blick streift über die Umgebung. Da bekomme ich plötzlich siedend heisse Ohren: Mein Fahrrad steht weiter rechts. Ähnliche Farbe, ähnliche Packtaschen, ähnlicher Lenker.
Ich schaue mich nochmals vorsichtig um. Niemand ist in der Nähe. Vorsichtig schleiche ich mich zu meinem Velo, streiche ihm über den Sattel.
„Guter, alter Packesel!“, sage ich, nehme den Helm aus der Sacoche und will losfahren. Sehe gerade noch den belustigten Blick einer Fussgängerin, die gerade aus dem Geschäft neben dem Fahrradständer gekommen ist.
Mache mir nochmals Gedanken über das Älterwerden. ‚Genau SO fängt es an‘, denke ich. Wenn man nicht mehr realisiert, was zu einem gehört…
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