Ich könnte über das Älterwerden schreiben. Aber nein, das ist doch in vielen Bereichen deprimierend. Man zerfällt, wird langsamer und kriegt Wehwehchen. Zudem machen das schon zu viele Leute. Soll doch jedeR selber erleben, wie es ist, wenn er/sie ergraut. Es gehen ja auch nicht alle gleich damit um. Einige ertragen alles mit Würde.
Dann doch lieber die Geschichte von neulich. Da hatte ich noch einige Einkäufe zu erledigen. Radelte also mit meinem Bike in die Stadt. Mist! Ich hatte mein Veloschloss vergessen! Was tun? Ich versteckte also meinen Helm in der Packtasche meines Velos rechts. Und ging einkaufen.
Wie es so geht, wenn du KEINE Zeit hast: Du begegnest VIELEN Leuten. Und alle wollen ein paar wenige Worte wechseln. Mindestens! Oder dich sogar zum Kaffee einladen. So erreichte ich also mein Rad erst wieder nach anderthalb Stunden. Gott sei Dank! Es war noch da! Gut, ist ja auch schon etwas in die Jahre gekommen – wie ich. Wer will so einen alten Göppel klauen? Der hat ja auch eine Persönlichkeit entwickelt: Das Schutzblech über dem grossen Zahnkranz ist weg, ich riskiere, dass ich mit den Hosen an der übriggebliebenen Schraube hängenbleibe. Der Gangwechsel funktioniert auch nicht mehr. Das Licht habe ich aber kürzlich ersetzen lassen. Das ist mir wichtig: Dass ich in der Dunkelheit gesehen werde.
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