„Nein! Natürlich hatte er die Aufschrift nicht gelesen! Er drückte wieder auf den Sprühknopf. Dieses Mal ging es besser. Man hörte, wie die Flüssigkeit in den Schlauch floss. Schliesslich war er voll, und erneut spritze weisser Schaum in alle Richtungen, vorzugsweise auf Walters Kleider. ‚Ist das schon alles?‘, fragte ich. ‚Glaube schon‘, sagte Walter und schaute endlich die Dose genauer an. ‚Oh, wir müssen das Rad schnell drehen!‘, schrie er. ‚Halte du das Fahrrad, ich drehe!‘ Ich stemme also das Velo hinten in die Höhe, und Walter dreht wie ein Verrückter die Pedale. Mir fielen fast die Arme ab.“
„Du Arme!“
„Ist die Reparatur denn gelungen?“, fragt Gerda. „Ich will doch wissen, wie dieses Wundermittel heisst!“
„Wundermittel? Wir pumpten das Rad auf. Doch schon nach etwa 500 Metern war die Luft wieder draussen. Walter meinte: ‚Pump du auf! Ich fahre dann möglichst schnell weiter!‘ Na, Danke schön! Alle 500 Meter durfte ich mich schweisstreibend anstrengen, und er fuhr bloss mit dem Rad weiter! Zum Glück Richtung Veloverleih. Der Mechaniker meinte, das könne schon einmal passieren. Nämlich dann, wenn im Schlauch selber gar kein Loch sei, sondern die Luft beim Ventil entweiche. Da kam mir ein schlimmer Verdacht…“
„Nämlich?“
„Walter hatte sicher vergessen, das Ventil nach dem Pumpen zu schliessen!“
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