„Wir fuhren mit einem Taxi zu einer Gärtnerei“, erzählt Nicole. „Dort bestiegen wir wieder einen Dampfzug. Walter behauptete, das sei etwas Einmaliges. Vielleicht hatte er ja auch recht. Im offenen Personenwagen wehte der Fahrtwind meinen Strohhut auf Nimmerwiedersehen weg. Und mein helles Kleid war mit Russ bespickt.“
„Du Arme!“ Wir versuchen, Nicole zu trösten. Sie nimmt einen Schluck Latte Macchiato.
„Dann setzten wir uns wieder in ein Taxi und fuhren ins Städtchen zurück. Da realisierte ich endlich, dass ein Bahnfestival angesagt war.“
„Und Walter?“
„Er hat sich gefreut wie ein Kind! ‚Zum Glück dauert das Fest noch bis morgen Abend‘, sagte er zu mir. Ich überlegte mir schon, wann ich Kopfschmerzen bekommen könnte…“
Wir können uns ein Lachen nicht verkneifen.
„Und am Abend?“
„Da wollte mich Walter noch in ein Museum schleppen. Dort gab es eine Sonderausstellung mit alten Eisenbahn-Uniformen. Und einen langweiligen Vortrag!“
„Was hast du gemacht?“
„Zuerst wollte ich mitgehen. Schliesslich hat ja Walter so viel Freude daran. Aber dann kamen wir an einem gemütlichen Beizli vorbei. Die hatten alte Eisenbahnlaternen als Lichter. Und die Tische waren wie Eisenbahnabteile eingerichtet. Sogar mit Hutablage. Da habe ich Walter gesagt, dass ich da auf ihn warten und einen Drink nehmen würde, aber nicht länger als bis 20 Uhr. Wenn er dann nicht da sei, würde ich essen gehen.“
„Und?“
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