Neues von Frau Wunderlich, Eisenbahnfestival 2

„Also wir waren über Pfingsten im Tessin…“, beginnt Claudia.

„Das hat sich ja dieses Jahr auch nicht gelohnt“, winkt Nicole ab, „bei diesem sonnigen Wetter hier.“

„Und dann der Stau am Gotthard! Über 20 Kilometer“, meckert Gerda.

„Ach was! Wir fuhren mit dem Zug. Uschi hat doch das alles organisiert. Reservierte Sitzplätze, erste Klasse, Abholservice vom Hotel…“

„Nicht schlecht“, staune ich. Uschi ist ja die Mutter von Claudia. Ich kann mir nur nicht vorstellen, freiwillig mit dieser Mutter Ferien zu machen. Uschi will nämlich nicht älter werden, deshalb verbietet sie Claudia, sie Mutter zu nennen. Wie geht das wohl? Übernachten sie zu dritt in einem Zimmer? Uschis Mann fährt nämlich nicht mit. Der trifft lieber seine Saufkumpane. Entschuldigung: Seine Trinkbrüder. Sorry, Claudia: Seine Kollegen in der Kneipe.

„Und die hatten im Hotel einen beheizten Pool“, schwärmt Claudia weiter.

„So eine Verschwendung von Energie!“, kritisiert Gerda.

„Die Energie kommt doch vom Dach des Gebäudes“, beschwichtigt Claudia. Das reicht auch noch für die Küche, die Waschmaschine, das Licht und…“

„Schon gut“, unterbricht sie Nicole, „so genau wollten wir es gar nicht wissen!“


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