Parallelwelten 4

Gleitschirmpilot

Der Mann trägt einen riesigen Rucksack. Dieser benötigt in der Bergbahn Platz für zwei Personen. Seiner Begleiterin – ohne Riesenteil, offenbar hat sie nicht die Absicht, ihren Freund oder Mann zu begleiten – zeigt und erklärt er ungefragt alle Bergspitzen und erläutert ihr die Probleme der dazugehörenden Thermik. Man ist im Zweifel, ob sie das interessiert. Während seiner Erklärungen putzt er mindestens dreimal seine Spiegelbrille, nimmt dann aber doch noch eine andere Sonnenbrille hervor, die er schliesslich aufsetzt.

Bei der Bergstation zurrt er nochmals alle Verschlüsse des Rucksacks fest. Dann nestelt er an seinem Helm herum und kratzt sich ausgiebig in seinem ungepflegten Bart. Er sieht sich um. Nun bückt er sich und zieht an einem Bändel seiner modernen Sportschuhe. Dann verabschiedet er sich und geht gemächlich Richtung Kuppe mit dem Windsack.

Dort bereitet er seinen Gleitschirm vor. Mit den anwesenden anderen Männern und Frauen wird eifrig diskutiert. Die meisten wollen noch etwas abwarten. Andere prüfen ihre Gestältli und ziehen noch Bänder straff. Die ersten versuchen sich in Position zu bringen. Der Wind stellt die Gleitschirme auf. Der Pilot prüft noch einmal die Windstärke, dann zieht er seitlich an den Leinen. Der Schirm stellt sich auf, der läuft los, und schon nach wenigen Schritten hängt er jauchzend in den Gurten. Der Wind stimmt, er steigt langsam höher. In langen Schlaufen schraubt er sich am Berghang empor.


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