Das Pärchen sitzt im Park. Sie hat den Kinderwagen vor sich. Der ist leer. Das Kleinkind tappst im Park herum. Es will auf einen behauenen Stein klettern. Einer von einigen, um etwas genauer zu werden. Es handelt sich offenbar um Kunst. Aber das Kind möchte einfach nur da rauf klettern.
Der Vater schimpft. Schliesslich muss er zeigen, wer zu Hause die Hosen anhat.
„Das ist Kunst!“, ruft er.
Das Kind protestiert. Es will auf den Stein. Vielleicht bloss, um eine bessere Übersicht zu haben. Oder um auf Augenhöhe mit den Erwachsenen zu sein.
„Nein, lass das!“
Nun beginnt das Kind zu lamentieren.
Der Vater wirft einen Blick auf die Mutter. Irgendwie vorwurfsvoll. Diese zuckt mit den Schultern.
„Was willst du? Sie ist noch ein Kind.“ Sie grinst. „Und ich kann ja – wie du siehst – leider nicht ‚ran. Der Kinderwagen. Da komm ich so schlecht vorbei…“
Sie geniesst es, dass er auch einmal aufstehen muss.
Mürrisch eilt er zum Kind.
„Hast du saubere Schuhe?“
Das Kind zeigt stattdessen auf den Stein.
„Jaja, schon gut.“
Er prüft die Schuhe, sieht sich dann auch noch die Hände an.
Das Kind trippelt um den Stein herum und sagt etwas.
„Na gut. Ich helfe dir.“
Das Kind wird auf den Stein gehoben. Nun möchte es zum nächsten Stein hüpfen.
„Nein! Das ist viel zu gefährlich!“
Der Vater hilft dem Kind vom Stein herunter. Es lässt sich vorsichtig rückwärts hinuntergleiten.
Jetzt möchte der Vater zur Parkbank zurück. Aber das kleine Mädchen will nun auf einen zweiten Stein klettern. Der Vater verwirft die Hände. Wie wenn er sagen wollte: ‚Nicht einmal am Wochenende habe ich meine Ruhe!‘
Aber nun hat das Kind etwas entdeckt: Einen Metallstuhl. Es zieht ihn hinter sich her.
„Pass auf! Der Stuhl könnte umfallen“, ruft der Vater, und er will aufstehen und hineilen. Aber seine Frau hält ihn zurück.
„Lass sie doch ausprobieren“, sagt sie.
Das Kind klettert auf den Stuhl, und von der Sitzfläche auf den Stein. Dann klettert es auf der anderen Seite vorsichtig wieder hinunter.
Jetzt geht es weiter. Stuhl zum nächsten Stein ziehen, hochklettern, runtergleiten.
Der Vater entspannt sich jetzt etwas. Die Mutter lächelt. Aber dann beginnt das Kind zu quengeln. Der Vater muss wieder aufstehen. Das Kind sagt etwas.
„Auch das noch“, ruft er entnervt. „Die Kleine muss aufs Klo!“
„Na, da musst du wohl mit“, grinst die Mutter.
Der Mann schaut unglücklich aus der Wäsche. Aber dann nimmt er sein Kind an der Hand und verschwindet auf der Suche nach einem WC um die Ecke.
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