„Kaum fünf Minuten später quatschen mich schon wieder einige Mädchen an.“
Ein kurzer Blick zu Nicole zeigt, dass sie nun ziemlich sauer ist. Walter merkt es.
„Ich kann doch nichts dafür, dass ich so vertrauensselig aussehe“, sagt er und zuckt die Schultern.
Könnte ja auch sein, dass er etwas anderes meinte. Zum Beispiel: Ich kann doch nichts dafür, dass ich so gut aussehe und mich junge Frauen anziehend finden.
„Und was solltest du diesmal mit der Braut machen?“, fragt Nicole indes giftig.
Walter grinst. „Sie fragten mich bloss nach dem Weg zum Lido.“
„Kapier ich nicht!“, meint Nicole. „Du siehst doch nicht gerade nach einem Schwimmer aus!“
„Ich habe sie auch nach dem Grund gefragt. Es stellte sich heraus, dass sie meinten, ich hätte einen Drybag dabei.“
„Einen was?“, frage ich, denn ich habe diesen Ausdruck noch nie gehört.
„Na, so ein Schwimmsack. Da kannst du deine Sachen mitnehmen, wenn du im Fluss oder See schwimmen gehen willst, und deine Sachen trocken bleiben sollen“, erklärt Nicole. Sie ist in sportlichen Dingen Fachfrau. „Und weil gerade kein Bus Richtung Lido fuhr, stieg Walter bei der Bimmelbahn für die Stadtbesichtigung ein.“
„Da stand ja auch als fetter Programmpunkt drauf: Fussballplatz und Lido!“, verteidigt sich Walter.
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