„Was wollte er denn von dir?“
„Zuerst fragte er freundlich, wie es mir gehe, ob ich denn fit sei.“
„Aha.“
„Was ‚Aha‘?“
„War wohl ein Test, ob du eine körperlich anspruchsvolle Arbeit erledigen kannst.“
„Genau! Du hast es erraten. Aber ich doofes Huhn habe noch nichts bemerkt. Bin voll in die Falle getapst. Sage also, ich sei bei vollen Kräften.“
„Und er?“
„Rieb sich die Hände. Sagte, dann sei die Gefälligkeit ja kein Problem für mich. Schaute noch auf meine Kleider und meinte, ich solle aber darauf schauen, dass ich nicht dreckig werde. Da es ihm ja nicht möglich gewesen sei, die Vorarbeiten zu erledigen, müsse ich jetzt halt ‚ein bisschen mehr‘ arbeiten. Eigentlich hätte ich bloss die Kartoffeln stecken und die Rüben aussäen sollen.“
„Oha! Ich ahne es. Aua! Mein Rücken!“
„Genau. Und sofort kam mir ein ganz schlimmer Verdacht.“
„Nämlich?“
„Warum lag mein Onkel im Bett?“
„Vermutlich, weil eine Grippe im Anzug war?“
„Blödsinn! Ich brauchte nur einen Blick aus dem Schlafzimmerfenster zu werfen: Die Beete waren alle weder umgegraben noch gekräuselt. Es gab auch noch keine Weglein und auch keine Furchen!“
„Im Märzen der Bauer die Pferdlein einspannt,
er setzt seine Felder und Wiesen instand“,
trällerte ich.
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