Wir schauen uns an. Aus lauter Verlegenheit greifen wir zur Kaffeetasse.
„Vermutlich haben viele Menschen einen Hund, weil sie gerne ein Haustier haben.“
„Wahrscheinlich, weil sie lieber einen Hund haben als eine Katze.“
Claudia schüttelt den Kopf. „Ihr missversteht mich. Ich wollte sagen: Warum haben so viele Leute EINEN Hund?“
„EINEN Hund?“
Wir verstehen Claudia offenbar immer noch nicht.
„Genau! Der Hund ist ein Herdentier. Man müsste – wenn schon – mindestens zwei, besser drei Hunde halten!“
„Stopp!“, ruft Nicole resolut. „Da verstehst du etwas völlig falsch! Für Hundehalter ist doch klar, dass der Hund in der Gruppe die niedrigste Position inne hat! Das Rudel ist die Menschenfamilie, und das Tier hat zu gehorchen!“
Erstaunt schauen wir sie an.
„Das ist jetzt aber nicht dein Ernst?“, fragt Claudia verunsichert.
„Doch! Natürlich! Wenn du deinen Hund nicht erziehst und im Griff hast, dann hat ER DICH im Griff!“
Also ICH finde ja, die meisten Menschen verzärteln ihren Hund.
„Kürzlich habe ich eine Frau gesehen, die hatte einen eigenartigen Bauchbeutel dabei. Und der Beutel hing auch unnatürlich hoch. Es war eigentlich eher ein Busenbeutel…“
Die anderen grinsen.
„Und da erste merkte ich, dass der eigenartig grosse Verschluss an der Tasche sich bewegte – weil es nämlich der Kopf von einem kleinen Hund war. Die Dame trug ihren Schosshund spazieren!“
Hinterlasse einen Kommentar