Als ich den Staubsauger starte, wieder dieses eigenartige Geräusch. Und wieder zeigt das Fenster rot! Moment! Das kann doch nicht sein! Ich habe einen neuen Sack eingelegt. Noch einmal dasselbe Prozedere. Aha! Ich habe den Sack so eingesetzt, dass er sich gar nicht aufblasen kann. Vorsichtig ziehe ich den Kunststoff nach hinten und setze den Sack wieder ein. Jetzt tönt der Staubsauger normal. Und er saugt auch wieder. Ich sauge die Sauerei von vorhin ein. Dann schalte ich den Blödmann aus und stelle ihn in die Abstellkammer.
Unterdessen ist meine Frau wieder zum Vorschein gekommen. Sie war im Keller. Nun kommt sie mit einem Wäscheberg in die Küche. «Das geht hier besser. Da kann ich alles auf dem Küchentisch zusammenlegen», sagt sie. Dann erstarrt sie. Was hat sie gesehen? Meine Augen folgen ihrem Blick. Entsetzt sehe ich, was sie entdeckt hat: Einen Bierdeckel.
«Aha!», sagt sie bloss.
«Dieser dumme Staubsauger…»
«Sag bloss, der Staubsauger hat nach einem Bier verlangt!»
Ich schlucke. «Der Staubsaugersack war voll», beginne ich. «Und da habe ich ihn gewechselt…»
«Und das ging nicht ohne Bier?»
Ich schlucke schon wieder. «Doch. Oder nein. Da lag plötzlich ganz viel Staub auf dem Boden…»
«Weil du nicht weisst, wie man einen Staubsaugersack wechselt?»
Ich gehe nicht darauf ein. «Und dann musste ich niessen. Und hatte einen trockenen Hals…»
Sie nickt verständnisvoll. «Und da musstest du natürlich mit einem Bier spülen.»
Erleichtert nicke ich. «Aber ich habe nur einen Schluck genommen. Der Rest steht noch im Kühlschrank…»
«…und wartet jetzt darauf, dass du ihn umweltverträglich vernichtest?»
Ich zucke die Schultern. «So ungefähr, ja.»
«OK», sagt meine Frau. «Dann mach das. Aber erst, wenn du die Wäsche zusammengelegt und versorgt hast.»
«Aber…»
«Schon dein Grossvater hat dir beigebracht, dass man zuerst…»
«Ist ja schon gut. Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen…»
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