Aus der zweiten Reihe, Wintersport 3

Dann stehe ich ratlos vor dem Kofferraum. Wie soll das alles Platz haben? Vier Koffer, fünf Taschen, vier Rucksäcke und dann noch einige Kisten. 

«Schatz!», schreie ich, «was soll das? Wir ziehen nicht um, wir fahren bloss in die Ferien! Für EINE Woche!»

«Wenn im Kofferraum kein Platz mehr ist, können es die Kinder zwischen die Beine nehmen!»

Das glaube ich nicht. Denn dort haben sie schon die Boombox und das Tablett installiert. Da dürfen keine Kabel oder Stecker abgeknickt werden. Vielleicht hat es ja noch auf dem Dachträger Platz. Aber dann bräuchte ich noch eine Plastikblache, damit der Inhalt nicht nass wird, denn Regen ist angesagt. 

Nach etlichen Versuchen hat das meiste Platz gefunden. Ich sehe zwar nichts mehr in meinem Rückspiegel, weil der Raum bis unter das Dach ausgefüllt ist. Aber zum Glück gibt es ja noch zwei Aussenspiegel. 

«Hast du genug Benzin im Tank», fragt meine Frau. 

«Bis zur nächsten Tankstelle sollte es reichen», meine ich leichthin.

«Schatz! Du hast es doch versprochen! Dass du spätestens am Vortag tanken gehst! Jetzt verlieren wir schon wieder Zeit!»

«Schon wieder? Was soll das heissen?»

«Du hast schon so lange gebraucht, um alles im Auto zu verstauen. Nächstes Jahr packen wir schon am Vorabend!»

‘Wir’, denke ich. Wenn ich das planen müsste, würde ich das Hotel wählen. Aber bei uns muss immer der halbe Hausrat mit. Gewürze, Pflegeprodukte, Dutzende von Spielen. Wobei die Spiele ebenso gut zu Hause bleiben könnten, denn unsere Teenies gamen lieber auf ihrem Handy. Dann muss ich halt mit meiner Frau ein Spiel machen. Zu zweit! So öde. 


Kommentare

3 Antworten zu „Aus der zweiten Reihe, Wintersport 3”.

  1. Meinst du mit „Platik Plache“ Plastikblache?V

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    1. Merci, lieber Lektor Werner!
      🙂

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      1. nema problema🤓

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