Kategorie: Allgemein

  • Aus der zweiten Reihe, Eigenschaften eines Staatsmannes 5

    «Aber eigentlich gäbe es ja wichtigere Dinge zu besprechen auf der Welt», meint Heiner. «Vor allem, wenn einer vor der UNO-Vollversammlung spricht.» «Welche Dinge wären denn wichtiger, als der hohe Anteil der Gefangenen in Schweizer Gefängnissen, die NICHT Schweizer sind?», fragt Kari. «Warum eigentlich hat er nicht den Anteil von inhaftierten Frauen erwähnt, die auch…

  • Aus der zweiten Reihe, Eigenschaften eines Staatsmannes 4

    Kari grinst breit. «Natürlich ein Elefantengedächtnis, ein Gefühl fürs Glücksspiel, und ja KEIN Gefühl für die Wahrheit.» «Du weisst schon, dass unser Gehirn Verneinungen häufig nicht wahrnimmt?», gebe ich zu bedenken. «Erkläre die drei Eigenschaften genauer!», fordert hingegen Heiner. «Also: Obwohl die Blondlocke schon viele Jahre im Baugeschäft tätig ist, schaut sie diese Arbeit wie…

  • Aus der zweiten Reihe, Eigenschaften eines Staatsmannes 3

    Heiner schüttelt den Kopf. «Nicht dein Ernst?» «Doch. Könnte ja sein, dass sie NICHT läuft. Dann müsste eine ziemlich korpulente Person – ich nenne jetzt keine Namen, aber die Person hat eine blonde Locke – ja ausnahmsweise mit seiner Frau Treppen steigen. Und wäre danach (mangels Übung) ziemlich ausser Puste.» «Aber war es nicht sein…

  • Aus der zweiten Reihe, Eigenschaften eines Staatsmannes 2

    «Wie wäre es denn mit einem Diplomaten?», fragt Heiner. «Ach, hör auf!», sage ich. «Diplomaten winden sich aus jeder Situation, damit sie keine Entscheidungen treffen müssen. Schau dir doch die Verhandlungen der Schweiz mit der EU an!» Kari nickt. «Die müssen immer zuerst daheim nachfragen. Und danach kommen National- und Ständerat. Die verändern dann die…

  • Aus der zweiten Reihe, Eigenschaften eines Staatsmannes

    Neulich waren wir bei Heiner zu Hause. Wir treffen uns ja in letzter Zeit bei mir oder bei ihm, weil der Kari… Wollte ihn ja eigentlich ‘mal unter vier Augen sprechen. Hat sich aber bisher einfach nicht ergeben. Und einfach so am Telefon… Geht irgendwie auch wieder nicht. Heiner hat kaum Bier eingeschenkt, da legt…

  • Aus der zweiten Reihe, Über das Denken 8

    Was sie gesagt hat? «Ich habe nichts anderes erwartet von Ihnen! Schauen Sie sich doch an, Sie haben ja auch einen offenen Hosenladen!» Ich schaue an mir runter. Tatsächlich! Der Reissverschluss steht weit offen. Sie steht auf, wirft eine Fünfzigernote verächtlich auf den Tisch und geht weg. Ob ICH denn rauche? Nee, du! Habe zwar…

  • Aus der zweiten Reihe, Über das Denken 7

    Die Frau sass an der Bar. Ob sie schön war? Sagen wir: Sie sah interessant aus. Ich fühlte mich angezogen. Genau! Gut angezogen. War nicht im Pyjama, hahaha! Nein, nein, das war nicht Nelly. Hatte auch keine blonden Haare. Jetzt lass mich doch weitererzählen, Himmeldonnerwetternochmal! Sie schaut also zu mir hinüber. Ich sehe in ihre…

  • Aus der zweiten Reihe, Über das Denken 6

    6 «Nehmen wir noch eines?», fragt Heiner und schaut in sein leeres Bierglas. Ich schüttle den Kopf. «Damit wird es doch auch nicht besser.» «Wie meinst du das?» «Na, Alkohol ist schlussendlich eine Droge. Und wenn du Drogen nimmst, hast du statt einem plötzlich zwei Probleme…» Heiner schluckt. «Es wäre schön, vergessen zu können. Aber…

  • Aus der zweiten Reihe, Über das Denken 5

    Kari setzt sich aufrechter hin.  «In Zukunft werde ich nur noch das machen, was in meinen Aufträgen steht. Ich meine, früher habe ich am Abend nach Dienstzeit kleinere Reparaturen selbst ausgeführt: Da ein kaputtes Birnchen ausgewechselt, ein verbogenes Karosserieteil gerade gedrückt, Motorenöl aufgefüllt… Mache ich nur noch, wenn das auf Arbeitszeit geht. Helfe der Kundschaft…

  • Aus der zweiten Reihe, über das Denken 4

    «Und zuletzt sagt doch der Chef: ‘Überhaupt müssen wir einmal über deine Pensionierung reden.’ ‘Warum?’, frage ich, ganz überrascht. ‘Also, du weisst schon’, drückt er sich herum, ‘du wirst langsam alt. Und teuer. Weiss nicht, wie lange ich dich noch beschäftigen kann.’» «So eine Frechheit!», empört sich Heiner.  «Der Chef meinte weiter: ‘Mit dem Alter…