Neues von Frau Wunderlich, Claudia im Spital 3

Jetzt bin ich komplett ratlos. Eine Person, die ein kleines Problem hat? Ist sie eigentlich zu Hause oder im Spital? Wenn sie im Spital liegt, ist es dann eine kranke Person, und sie will es nicht so nennen? Oder hat sie ein Problem mit einer Ärztin?

Eine Viertelstunde später ruft sie zurück.

„Und?“, fragte ich, „hattest du von einer Patientin Besuch?“

Sie staunt. 

„Wie hast du das rausgefunden?“

„Na ja, Sherlock Holmes lässt grüssen.“

„Aha.“

„Hoffentlich nichts Ansteckendes“, provoziere ich Claudia. 

„Ach wo. Sie hat den Knöchel verstaucht.“

„Und du?“

„Bin hingefallen. Habe mir den Fuss verknackst.“

Ein Verdacht beschleicht mich. Claudia hat doch immer über ihren Fersensporn geklagt. Kürzlich, beim Brunch bei ihr, hat sie in einem Nebensatz erwähnt, dass sie den ‚wegmachen lassen‘ wolle. Das heisst: Eine Art Schönheitsoperation. 

„Du, Claudia: Kann es sein, dass du wegen einer Schönheitsoperation im Spital liegst?“

„Ooooch! Das ist nur eine optische Richtigstellung“, relativiert sie. 

„Wie lange gehst du denn da nachher an Krücken?“

„Krücken? Du meinst meine ’starken Begleiter‘?“

„Nenn es wie du willst!“, sage ich.

„Vielleicht drei Wochen.“


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