„Aber euer Auto, das bringst du doch auch in die Garage“, sage ich zu Claudia.
„Schon. Aber nicht in irgendeine, sondern zu Niklaus. Das ist unser Nachbar. Und der gewährt mir auf alle Rechnungen 3 Prozent Skonto und 5 Prozent Rabatt. Das macht dann doch 8 Prozent, also fast einen Zehntel.“
Mathematik war noch nie Claudias Stärke. Aber ich will ihr das nicht genauer erläutern. Mein Mann kriegt vielleicht nicht so viel Rabatt und Skonto in der Garage, aber er ist ein guter Schnorrer und kriegt hin und wieder auf diese Weise etwas günstiger.
„Also das, wo ich am meisten Probleme habe, ist ja eigentlich Computer und Handy“, sage ich. „Hast du da auch so einen genialen Mann?“
Claudia nickt mehrmals. „Du, das ist ein Supertyp! Der macht den ganzen Tag nichts anderes! Sitzt immer am Computer! Ich glaube, seine rechte Hand ist mit seiner Computer-Maus verwachsen! Der trinkt sogar den Kaffee mit der linken Hand!“
Das kommt mir irgendwie bekannt vor! Wenn das nicht der Jürgen ist!
„Sag ‚mal: Liegen da noch irgendwo Patience-Karten ‚rum?“
Erstaunt sieht sie mich an.
„Woher weisst du das?“
„Das ist doch der Nachbar von Nicole! Der Jürgen!“
Sprachlos sitzt Claudia da. Nach einer Weile kriegt sie ihren Mund wieder zu.
„Woher weisst du das?“
„Weil doch die Nicole dachte, dass er sie mögen würde!“
Claudia lacht, und schlägt sich auf den Oberschenkel.
„Jürgen und Frauen? Ich glaube, der ist asexuell veranlagt! Mindestens, so lange er es nicht mit einer Maschine treiben kann!“
Bin froh, dass mir mein Mann meistens helfen kann bei Computer-Problemen. Und dass er weniger von Maschinen wissen will, als von mir…
Hinterlasse einen Kommentar