„Beeindruckend“, sage ich spöttisch, „sozusagen eine hündische Katze!“
„Lach nur über mich“, meint Gerda. „Ich bringe diese Katze schon noch dazu, dass sie Stöckchen bringt!“
„Und hinter der Postfrau herrennt!“
„Blödfrau!“, sagt Gerda zu mir, grinst aber dabei. „Du weisst schon, was ich meine.“
„Du investierst also so viel Zeit, bis du einen halben Hund hast?“
„Na ja, warum sollte eine Katze keine Spur verfolgen können? Oder Gassi gehen? Die kann doch das Geschäft – ob gross oder klein – auch an einen Baum machen. Und so einen Scheisshaufen kann ich doch auch mit einem Robby-Cat-Säcklein zusammennehmen, oder?“
Ich nicke schwach. „Kannst ja auch noch Hundesteuer für die Katz‘ zahlen!“
Sie kichert.
„Schön, Gerda, ich muss los. Sonst sind die Kinder zu Hause, bevor ich mit Einkaufen fertig bin!“
„Kommst du ‚mal vorbei? Ich übe nämlich gerade mit Kitty – so heisst das Kätzchen – ‚gib Pfote!’“
„Na, ich weiss nicht recht… Weiss denn dein Mann Rolf von deinen Plänen?“
„Ach wo! Der merkt eh‘ nie etwas von nichts! Ich hoffe, ich schaffe es bis zu seinem Geburtstag. Dann hänge ich die Gratulationskarte um Kitty Hals, sie läuft zu ihm und hebt das Pfötchen! So härzig! Nicht? Das gibt eine Überraschung!“
Jetzt wird es endgültig Zeit für meinen Abgang!
„Also dann: Tschüss Gerda!“
„Aber ich hab‘ dir doch noch gar nicht erzählt, wie Kittys Körbchen aussieht! Und welche Knochen sie am meisten liebt!“
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