Der Nachbar fährt einen lockeren Stil: Seinen linken Arm hat er beim Fenster aufgelegt, mit drei Fingern lenkt er. Die rechte Hand ruht auf dem Ganghebel.
„Wie kommst du denn ohne Rolf zurecht? Ganz gut, nehme ich an“, sagt er und grinst. Er sieht zu mir hinüber und schaut mich mit seinen Froschaugen von unten herauf an.
Ich greife mit meiner rechten Hand zum Handgriff oberhalb der Beifahrertüre, denn es naht eine Kurve, ohne dass der Nachbar Anstalten zum Bremsen machen würde.
„Na ja, es ist etwas stiller geworden in der Wohnung“, sage ich, und halte die Luft an, während der Wagen mit 80 km/h durch die Kurve rast. Ich staune, dass wir nicht abheben auf der rechten Seite.
Er grinst. „Keine Angst, wir kommen gesund und heil zum Spital.“ Seine Hand macht eine Bewegung zu meinem Oberschenkel.
„Achtung, ein Fussgänger!“
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