„Was nimmst du denn für Farbe?2
„Acryl-Farbe. Das hält fast ewig.“
Gespannt sehe ich zu Nicole.
„Acryl geht gar nicht!“, ereifert die sich. „Die Wand muss atmen können. Da brauchst du den Maler und die richtige Dispersion.“
„Farbe? Bei mir sind die Wände weiss!“, sagt Gerda ganz bestimmt.
„Das entspricht doch nicht der heutigen Psychologie. In einer Wohnung hast du verschiedene Räume mit verschiedenen Atmosphären. Das braucht Farbabstufungen…“
„Quatsch. Ich erreiche doch mit der Einrichtung viel mehr…“
„Nein, nein, Gerda. Das weiss man – also Frau, wollte ich sagen – doch: Khaki zum Beispiel ist beruhigend. Und ein Grünstich erfrischend…“
Gerda stemmt die Hände in die Hüfte.
„Ach hör doch auf, das ist doch Blödsinn.“
„Doch, doch, das ist wichtig. Welchen Effekt willst du erzielen?“
„Ich will mich eigentlich nur wohlfühlen in meiner Wohnung, und keine ‚Effekte‘ erzeugen. Wenn ich das wollte, könnte ich mir ja wichtige Dinge beleuchten…“
„Genau. Lampen sind auch wichtig“, wage ich mich einzumischen.
„Also für die Beleuchtung habe ich eine Firma angefragt, die stellt mir in den nächsten Tagen ein Beleuchtungs-Konzept zu“, meint Nicole.
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