«Vor der Uschi hat er gesagt, so eine Reise mache er wahrscheinlich nicht so schnell wieder. Aber zu mir hat er gesagt – unter vier Augen – er würde gern mit seinen Kumpels wieder einen solchen Ausflug machen. Ich war ganz erstaunt!»
«Und?»
«Jetzt habe ich mit meiner Schwester und meinem Bruder gesprochen. Wir schenken ihm zu Weihnachten einen Ausflug im Sonderzug «Swiss Train Bleu». Da kann er zu Silvester nach Leipzig fahren.»
«Mit Uschi?»
«Wenn sie nicht mitfahren will, dann halt mit Alfred.»
«Ist das nicht schampar teuer?»
«Keine 2’000 Franken. Mit Übernachtung im Hotel.»
«Und du meinst, deine Mutter fährt mit?»
«Ist ja immerhin kein Schüttelbecher aus dem Jahre 1939, sondern ein Luxuszug. Ich glaube auch, dass sie mitgefahren wäre, wenn sie gewusst hätte, dass Churchill nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Roten Doppelpfeil durch die Schweiz gefahren wurde.»
«Nicht wahr!» Ich glaube fast, Ernst hat ihr das absichtlich verschwiegen. Später hat er mir gegenüber nämlich erwähnt, dass seine Kollegen ihm genau DEN Sitz reserviert hätten, wo der Kriegsminister drauf gespiesen habe. Damit auch er sich einmal als eine besondere Person fühlen könne. Eigenartigerweise konnte er sich an dieses Detail ziemlich genau erinnern…
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