«Hast du schon alle Weihnachtsgeschenke?», fragt mich Gerda lauernd.
Ich starre sie entsetzt an. «Warum?»
«Na, immerhin geht es kaum noch einen Monat», erinnert sie mich freundlicherweise. «Also ich, ich plane das immer genau. Im November bieten die Grossverteiler 30 % auf alle Spielsachen an. Nebst den anderen Aktionen wie Kaffee, Sekt, Mehl und so weiter. Und Ende Monat ist Black-Friday. Da bestelle ich technisches Zeug und Parfüm. Für die Advents-Kalender hingegen warte ich bis nach dem ersten Dezember.»
«Warum denn das? Da kommst du ja zu spät mit dem Advents-Kalender?»
«Tja, aber dafür kosten die dann bloss noch die Hälfte oder so. Die werden nach dem ersten Dezember doch sofort runtergeschrieben!», triumphiert sie.
Ich überlege. «Und dann hast du auch schon alle Geschenke eingepackt und mit Anhängern beschriftet?»
«Natürlich habe ich sie einpacken lassen. In den Geschäften. Wenn ich so früh dran bin, haben die ja noch Papier und Bändeli. Und ich brauche das nicht extra zu kaufen. Die Päckli aus dem Internet wickle ich in Geschenkpapier vom letzten Januar. Dann müssen Migros und Coop ja die Regale räumen für die Fasnachts-Artikel. Beschriften tu ich die aber erst mit Post-it-Zetteli.»
Ich frage mich, ob Gerda ihr Geschenk-Programm auf einem Jahresplan notiert hat, damit sie nicht die Übersicht verliert. Und ob sie da wirklich so viel spart. «Wie kommst du auf Post-it-Zetteli?»
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