Ach, diese Kleider! Mindestens ein Dutzend Harlekine, auf der linken Seite weiss, rechts schwarz. Wie das wirkt, wenn sie über die Bühne wirbeln! Da kommt man gleich in Karneval-Stimmung und wird neugierig, wie der Einstieg in die Handlung beginnt. Ich sehe munteres Treiben, ein kleines Restaurant mitten in Paris, im Hintergrund den Eiffelturm.
Und da kommt er, der Urheber dieses bunten Treibens: Der Graf von Luxemburg. Steigt als König der Bonvivants auf eine Bockleiter, streicht die Frackenden weg und beweist mit Reichsapfel und Zepter, dass er der König der Szene ist. Wie schafft er es nur, daneben auch noch zu singen? Zum Glück halten die Leute um ihn herum unauffällig die Leiter. Ich muss mir also keine Sorgen um seine Sicherheit machen.
Schon nahen zwei Juristen, die den fast mittellosen Lebemann zu einem Deal überreden sollen. Nicht ohne sich ins Wort zu fallen, wenn es darum geht, wer von ihnen denn der wichtigere ist in ihrem Notariats-Büro.
Da der Graf Basil Basilovic eine adlige Frau zu ehelichen wünscht, soll der Graf von Luxemburg eine gewöhnliche Sängerin heiraten, um sich dann drei Monate später wieder scheiden zu lassen. Die beiden sollen sich gar nie sehen, sondern sich bloss die Hände reichen und die Ringe tauschen.
Gut schaut er aus, der Basil! Also in DEN könnte Frau sich gut verlieben. Selbstsicher im Auftreten, elegante Bewegungen, und dann dieser Bariton! Man hat sofort Vertrauen in diesen Edelmann. Wie der mit einem lässigen Handwinken einen Schreiber verlangt, damit er den Check über 500’000 Francs unterschreiben kann!
Hinterlasse einen Kommentar