Nach dem dritten Mal Linsen mit Speck mit Würstchen muss ich die Notbremse ziehen.
«Sag mal Mutter, früher hast du doch Knöpfli-Auflauf gemacht. Mit Zwiebeln.»
«Ja. Warum?»
«Könntest du vielleicht nächstes Mal…»
«Klar. Wenn du mir die Knöpfli machst. Das ist mir nämlich unterdessen viel zu anstrengend.»
Ups! Habe mir wohl soeben ein dickes Ei gelegt.
«Du, das ist eine gute Idee! Da könnten wir gerade das Fünffache machen. Dann haben wir im Tiefkühler eine schöne Reserve.»
Hast du es gemerkt? Meine Einsätze bei den Eltern werden immer länger. Ob Vater nun schon beim Arzt war? Immerhin hat er telefoniert. Meint, der Arzt würde sich das genauer ansehen. Vielleicht sei es ja nur etwas mit den Nerven.
Nein, das hofft nur mein Vater. Der Arzt sagt ihm, dass das wahrscheinlich schon ein Leistenbruch sei.
Das mit den Knöpfli war dann eine rechte Plackerei. Das Herstellen selbst ging ja noch. Aber nachher das Putzen und Aufräumen! Natürlich war alles vertropft. Bin ja kein Profi! Dafür ist Mutter kein Amateur: Jedes kleinste Fleckchen musste weg. Und nachher alles nachtrocknen, sonst gibt es Kalkflecken! Und am Schluss noch alle Tücher in die Waschküche. So geschafft!
«Nein, noch nicht ganz. Hänge doch noch frische Tücher auf, eins für die Hände und eins fürs Geschirr.»
«Aber jetzt sind wir fertig.»
«Denkst du! Sieh dir den Boden an! Den musst du noch aufnehmen.»
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