Aus der zweiten Reihe, Haustier 5

«Dann willst du also wirklich einen Hund?», fragt Renate erstaunt.

«ICH? Eigentlich nicht. Aber ihr wollt doch alle einen!»

«Bevor ICH ja sage, möchte ich das alles schriftlich festlegen. Sozusagen einen Vertrag. Damit wir nachher sicher alle vom Selben sprechen. Möchte nachher keine unliebsamen Überraschungen erleben», sagt meine Frau. Und nimmt einen Schreibblock aus der Küchentisch-Schublade. 

«SO gut! Wir unterschreiben einen Vertrag! Obwohl wir noch nicht volljährig sind», grinst mein Sohn. «Ob der gültig ist vor Gericht?»

«Blödmann», sagt meine Frau, «das ist nur, damit ich dich daran erinnern kann, was du einmal versprochen hast.»

«Au fein! Wir dürfen einen Hund!», ruft Nadja. 

Renate schreibt alles fein säuberlich auf. Und wir unterschreiben alle. Dann schickt sie mich zum Drucker, ich kopiere alles drei Mal. Meine Frau erhält das Original, wir je eine Kopie. Die Kinder wollen schon davonrennen. 

«MOMENT!», ruft Renate. «Da wären einige Sachen, die SONST noch auf euch warten!»

«Och!»

«Ach nee!»

«Nadja, du hast versprochen, einen Gugelhopf zu backen. Für den Geburtstag von Grossmama.»

«Kann ich den nicht morgen…»

«Das wird heute erledigt! Und Freddy, du räumst die Garage auf und putzt den Boden.»

«Den habe ich doch erst kürzlich geputzt!»

«Wenn kürzlich vor einem halben Jahr heisst…»

«Muss das denn schon wieder sein? Jan hat angerufen, ob ich…»

«Denkt an euer Taschengeld», sage ich.

«Und diese Arbeiten sind eine gute Vorbereitung für eure Verpflichtungen als Hundebesitzer», ergänzt meine Frau.


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