«Schau mal, Papa», sagt Nadja und hält mir das Foto von einem Hundewelpen unter die Nase. «Dieses herzige Hündchen! Ist es nicht süss?»
«Doch, doch», sage ich, «ganz nett…»
Meine Frau wirft mir einen warnenden Blick zu.
«Das ist Hektor vom Stein», fährt jetzt mein Sohn weiter, «er ist rassenrein. Vater und Mutter ebenfalls, schon in der vierten Generation. Und er ist auch schon fast stubenrein… Das sind doch gute Voraussetzungen, meinst du nicht, Paps?»
«Schon», nicke ich.
«Und hier siehst du, wo das Hundchen herkommt.» Er streckt mir einen Prospekt entgegen. «Allenfalls kann man es auch da in die Ferien geben, wenn wir es irgendwohin nicht mitnehmen können», fährt die Tochter weiter. Langsam merke ich, die zwei haben sich abgesprochen. Und ihren Vortrag perfekt vorbereitet.
«Das ist doch eine Super-Lösung, oder?»
«Gewiss.»
«Und gleich um die Ecke, nur etwa dreihundert Meter entfernt, ist die Tierarztpraxis», meint Freddy. Er hält mir einen Plan hin. «Ist also alles schon geklärt.»
«MOMENT», sage ich, «worum geht es eigentlich?»
«Na, um unseren Hektor», grinst Nadja.
«Unseren? Das verstehe ich jetzt nicht so genau.»
«Ach, liebster Paps, wir möchten doch endlich ein Haustier. Und der Hektor ist so lieb. Sagst du ja selbst… Mama, sag doch auch ‘was!»
Endlich schaltet sich Renate ein.
«Habt ihr beiden da nicht eine Kleinigkeit vergessen?»
«Wir?» Die zwei schauen sich an. «Warum?»
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