Aus der zweiten Reihe, Haustier

«WAS hast du gerade gesagt?», frage ich meine Frau.

Renate verdreht die Augen. «Nie hörst du mir zu!»

«Das stimmt doch überhaupt nicht. Ich höre dir IMMER zu!»

Sie schüttelt den Kopf. «Du gibst VOR, zuzuhören. Das ist etwas anderes. Du sagst «jaja», oder «wirklich?», vielleicht auch ‘mal «Was du nicht sagst!», aber in Wirklichkeit denkst du an etwas völlig anderes.»

«Aber ich habe doch zugehört. Du hast etwas von einem HUND gesagt.»

Meine Frau nickt. «Von unserem Hund habe ich gesprochen.»

«Aber wir haben doch gar keinen Hund. Gott sei Dank.»

«Du meinst: Wir haben NOCH keinen Hund.»

«Und das BLEIBT auch so!»

«Unsere Kinder sind sich aber einig. Ausnahmsweise. Sie WOLLEN einen Hund.»

«Das müssen wir aber besprechen. Ich bin nämlich dagegen. Und ich erwarte, dass du mich dabei unterstützt.»

«So?», säuselt sie. «Es täte dir aber doch ganz gut, zwei oder drei Mal pro Tag mit einem Hund spazieren zu gehen…»

«ICH?»

«Passt doch gut in dein Fitness-Programm.»

«Und wann, bitteschön, soll ich Zeit haben für solche Spaziergänge? Ich arbeite ja noch etwas, bin noch lange nicht pensioniert!»

«Zum Beispiel könntest du eine halbe Stunde früher aufstehen.»


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