Nach den Treffen mit meinen Kumpels? Wie meinst du das? Ob ich was? Meiner Frau alles erzähle? Warum sollte ich das?
Du denkst also, ich hätte Geheimnisse vor Renate? Ach, weisst du! Die will das lieber gar nicht alles wissen! Wir reden ja zuweilen ziemlichen Stuss…
Ob sie denn gar nichts wissen will? Und ob!
«Schatz», murmelt sie, als ich nachts im Dunkeln ins Schlafzimmer tapse, «bist DU das?»
«Ja. Wer sollte es denn sonst sein? Ein Einbrecher?»
Sie kichert. «Wenn es ein rassiger, junger wäre…»
Stelle mir vor, wie entgeistert DER wäre! Ob er Renate fesseln und knebeln würde? Ich versuche, die linke Socke auszuziehen. Weil ich nichts sehe, beginne ich zu wanken, hüpfe auf dem rechten Fuss herum und kann mich gerade noch aufs Bett setzen, bevor ich umfalle.
Wie bitte? Oh, nein! Das war nicht wegen der Bierchen! Habe nämlich nur eins getrunken.
«Was ist los mit dir?», fragt der Kari, «bist du krank?»
«Warum?»
«Weil du immer noch vor dem ersten Bier sitzt», sagt er. «Und selbst davon hast du nur ein paar Schlucke genommen.»
Mir scheint, Kari beobachtet mich ziemlich genau. Warum bloss?
«Schmeckt mir heute irgendwie nicht», behaupte ich.
«Ist doch aus der Schweiz. Na ja, das Malz vielleicht nicht.»
«Vielleicht ist meines abgelaufen…»
«Blödsinn. Also meines zumindest schmeckt wie immer», meint jetzt der Heiner.
Wie soll ich mich aus der Affaire ziehen? Ich kann den beiden ja unmöglich sagen, dass ich wegen dem Bauch weniger Bier trinken will. Die würden das gar nicht verstehen!
«Also meines zu Hause schmeckt besser. Selbst wenn es Renate im Denner kauft!»
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