Nun geht es leichter. Schliesslich fahren wir talwärts. Aber schon nach wenigen Kilometern bekomme ich Bauchschmerzen. Ich weiss nicht, ob es die Kichererbsen sind oder die Bohnen. In meinen Gedärmen findet eine Gasentwicklung statt. Ich muss so laut furzen, dass es sogar Rainer hört.
«Fährst du mit Zusatzbrennern?», lacht er.
«Entschuldige. Die Bohnen…»
«Wenn es dir nichts ausmacht, fahre ich lieber vor dir», meint er.
Mit der Zeit wird mir wieder etwas leichter, bis ich an den Zoll denke. Was, wenn der Beamte meinen Ausweis sehen will? Schon bald taucht das Gebäude auf. Da steht auch wirklich einer mit Bart, der grimmig dreinschaut.
Turi winkt ihm schon aus einiger Distanz zu. Da beginnt der Grimmbart zu grinsen. «Ach, die Eidgenossen. Wie jedes Jahr. Wünsche noch eine gute Heimfahrt!»
Und schon sind wir durch. Die letzten Kilometer werde ich auch noch schaffen. Und sonst rufe ich Renate an, sie soll mich mit dem Auto holen.
Turi lässt sich etwas zurückfallen. «So, wie hat dir unser Ausflug gefallen?»
«Ganz gut. Und beim Rainer war ich gut aufgehoben.»
«Na ja, er macht halt gerne Fotos. Aber er sorgt sich auch gerne um die Hintersten. Du, sag mal: Hast du jetzt irgendetwas gebraucht von deiner riesigen Tasche?»
«Ähm… nein.»
«Also nächstes Mal kannst du die zu Hause lassen. Brauchst doch höchstens einen Regenschutz.»
«Nächstes Mal?», sage ich erschrocken.
«Natürlich. Du passt zu unserer Gruppe.»
«Wenn du meinst…», erwidre ich. Aber ich überlege mir schon eine gute Ausrede. Damit ich im ihm nächsten Jahre nicht wieder in diese Falle gehe!
Zu Hause erwartet mich meine Frau. «Und, wie war’s?»
«Anstrengend», sage ich. «Bin echt froh, wenn du mich abends massierst, wenn wir ins Bett gehen!»
«Wenn du mich ganz lieb fragst…», meint sie. Sie schaut mich heute ganz eigenartig an.
«Was ist?»
«Ich hätte es dir nicht zugetraut, dass du das durchstehst», meint sie anerkennend.
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