«Was ist denn?», fragt Turi, schon etwas ungehalten, weil er schon wieder absteigen muss.
«Komme irgendwie nicht vorwärts», sage ich. «Das ist doch schon ein E-Bike, oder?»
«Natürlich. Brauchst nur am Schalter links zu drücken, schon kriegst du Unterstützung.»
«Aha.» Ich drücke den Schalter, trete auf die Pedale. Tatsächlich. Nun geht es etwas leichter.
«Ich glaube, dein Bruder ist ohne Motoren-Unterstützung gefahren.»
Turi grinst. «Das sähe ihm ähnlich. Habe mich noch gewundert, warum er so einen roten Kopf hatte, obwohl alles geradeaus ging! Also, los jetzt. Sonst lassen wir die andern warten.»
Wir fahren zum Treffpunkt. Zwölf ambitionierte Radfahrer warten da. Alle mit Velotrikots in allen Farben. Und ich. Also zusammen 13. Nicht gut. Wenn man abergläubisch ist.
«Wir fahren jetzt bis zur Grenze. Und kurz danach machen wir die erste Rast in einem Landgasthaus. Immer schön hintereinander auf den Strassen. Und zwei Gruppen zu sechs bitte!»
Wir starten. Schon bald wird mir klar, dass die anderen fitter sind als ich. Oder ihre Räder laufen leichter. Aus Mitleid fährt Rainer mit mir am Ende der Gruppe. Aber vielleicht macht er das auch nur, weil er hin und wieder Fotos schiessen will. Mit seinem Handy. Das modernste, das es gerade gibt, wie er mehrmals betont.
Nach wenigen Minuten schon keuche ich.
«Was ist?», fragt mich Rainer, «hast du Mühe mit Atmen?»
«Es geht… etwas hart… Mir scheint, … irgendetwas… klemmt…»
«Du weisst aber schon, dass du mehr Unterstützung vom Motor kriegen kannst?»
«Ach ja?»
«Drücke mal links auf den grossen Knopf», rät mir Rainer.
Das tue ich gern. Sofort spüre ich etwas mehr Unterstützung und atme erleichtert auf. «Danke!»
«Gerne», erwidert er.
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