An einem Abend entdeckt unsere Tochter die Schaukel-Giraffe.
«He, Freddy! Komm mal her! Das ist doch Raffi!», schreit sie.
Unser Sohn kommt daher geschlurft. «Was ist los?»
«Da, dein Schaukelpferd von früher, ich meine: deine Schaukel-Giraffe.»
Freddy betrachtet das Ding. «Kam mir früher viel grösser vor», meint er.
«Ob du wohl noch darauf schaukeln kannst?», grinst sie.
«Spinnst du! Das kracht doch zusammen.»
«Versuch’s doch. Ist ja nicht schade darum.»
«Geht’s noch? Die Giraffe war mir fast wichtiger als meine Schmusetiere», empört sich der Filius. «Nein, nein. Die Giraffe bekommt einen Ehrenplatz in meinem Zimmer!»
Nadja staunt. «Echt jetzt? Wenn deine Kumpels das sehen, lachen sie sich kaputt!»
«Wehe ihnen! Die trauen sich nicht», antwortet er. «Wegen der Giraffe bin ich nämlich ein so erfolgreicher Goalie.»
«Wie denn das?»
«Du erinnerst dich: Zuerst hielt ich mich an den Ohren der Giraffe, weil mir die Griffe nicht gefielen.»
«Jaja, dann hast du ihr ja ein Ohr aus dem Kopf gezogen!»
«Genau. Opa hat das zwar geflickt. Aber danach hielt ich mich an ihren Hörnern. Und die waren für meine damalige Winzigkeit weit vorn und oben. So habe ich gelernt, mich zu strecken. Eine wichtige Vorbereitung für meine Paraden als Keeper!»
Nadja grinst. «Si non è vero…”
“…è bon trovato!”
Hinterlasse einen Kommentar