«Du kannst jetzt kein Bier trinken», mahnt sie mich. «Das ist viel zu gefährlich auf dieser Hühnerleiter! Stell dir vor, du fällst hin und brichst dir das Genick!»
‘Dann müsste ich wenigstens nicht mehr ständig diese Leiter rauf und runter klettern’, denke ich. Ich denke aber auch an meinen Bauch, der mich in letzter Zeit doch hin und wieder drückt. Und mir an engen Stellen zuweilen im Weg ist.
«Du hast doch sicher noch von diesem Eistee. Du weisst schon… der «Kult-Eistee», den unsere Kinder…»
«Vergiss den! Zu viel Zucker drin! Etwa zehn Würfelzucker pro Glas!»
«Na, dann halt ein Glas Wasser», sage ich enttäuscht.
«Und bring doch auch den neuen Staubsaugersack gleich mit nach oben», ruft sie mir nach.
Eine Viertelstunde später habe ich das Wasser geschluckt und den Sack gewechselt.
«Dann saug mal tüchtig», sagt meine Frau, «ich bereite unterdessen das Abendessen vor.»
Ich schalte also das Gerät wieder ein. Erstaunlicherweise funktioniert es wieder. War wohl vorher überlastet.
Die Schaukelgiraffe haben wir seinerzeit im Kellerabteil versteckt. Freddy war ja noch zu klein. Später dann hätten wir sie fast vergessen. Freddy lernt bereits laufen, als wir sie wieder entdecken. Renate setzt ihn auf das Tier. Freddy packt nicht die Haltegriffe, die waren ihm zu gerade, sondern die Ohren. Und schon nach wenigen Tagen haben wir eine Ein-Ohr-Schaukel-Griaffe: Freddy hat das andere ausgerissen. Mein Vater, der sich – zu Recht – ein wenig schuldig fühlt, kann die Ohren zum Glück besser befestigen.
Ein zweites Problem ist, dass die Giraffe dazu neigt, sich nach vorn zu überschlagen, wenn man das Tier allzu stark bewegt. Der Schwerpunkt mit aufgesetztem Kind liegt offenbar zu hoch. Deshalb stibitze ich in unserem Geschäft einen Bleiklotz, den wir zwischen die Hinterbeine der Giraffe montieren.
«Kannst den Klotz ja noch braun anmalen», meint mein Vater.
Verständnislos schaue ich ihn an.
«He ja, sieht doch ein bisschen aus wie Kacke…»
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