«Nee, das ist für Oldies», entgegnet die Tochter. «Halt Insta oder Tiktok…»
«Jaja», sage ich, «bei euch piept’s wohl!»
«Das wäre dann wohl eher Twitter», grinst der Junge.
«Dann wurde es wohl spät», meint Kari.
«Klar. Der ganze Schlag schlief schon, als wir endlich nach oben kamen.» Die zwei glauben nämlich, dass wir im Massenlager schliefen. «Vom Radau sind halt dann viele erwacht, hahaha!»
«Muss man in SAC-Hütten nicht ab 22 Uhr still sein?», fragt Heiner.
«Wen kümmert’s?» Dass mich Renate um halb elf weckt, weil ich schnarche, brauchen sie nicht zu wissen. Habe ihr dann zwei Pack Ohropax hinüber gereicht. Am nächsten Morgen behauptet meine Frau, ich sei sofort wieder eingeschlafen.
«Ich habe Kopfweh», grummelt der Sohn am nächsten Morgen beim Frühstück.
‘Selber Schuld!’, denke ich. Warum musste er auch am Abend eine Bierdose von mir erpressen, damit er Renate nichts von meinem «Wasser» erzählt?
Renate geht mit nach oben, sie gibt ihm ein Panadol und heisst ihn, sich nochmals eine halbe Stunde hinzulegen.
«Du glaubst es nicht», sagt sie, als sie zurückkommt. «Die haben die Zimmer nicht tüchtig geputzt. Da lag doch eine zerknitterte Bierdose unter Freddys Bett!»
«Wirklich kaum zu fassen. So etwas!»
«Ich werde mich bei der Reception beschweren! Konnte mir die Biermarke übrigens gut merken. War dasselbe Bier, das DU immer trinkst.»
Hoppla! Jetzt nichts sagen, das später gegen mich verwendet werden könnte!
«Ach lass doch! Kann ja mal passieren, dass das Personal etwas übersieht.»
«Wie konntest du denn da schlafen?», fragt der Kari. «Ich meine: 60cm-Matratze, Militärdecke, Kopfkissen, in welches eventuell schon andere gesabbert haben…»
«Habe geschlafen wie ein Murmeltier», behaupte ich. «Bin in meinen Seidenschlafsack geschlüpft, Stöpsel in die Ohren, und weg war ich.»
«Hast wahrscheinlich alle anderen mit Schnarchen übertönt», lacht Heiner.
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