Am nächsten Morgen serviere ich das Frühstück. Habe sogar an Schüsselchen, Löffeli und Kaffee gedacht. Und neben dem Gedeck liegen Servietten.
«Das sieht ja heute ganz anders aus als gestern», staunt meine Frau.
Mein Sohn schöpft sich gleich zwei grosse Löffel voll. Auch meine Tochter scheint hungrig.
Wir beginnen also zu essen.
«Mhhh! Das hast du gut gemacht», meint Renate. «Und gar nicht so viel Zucker.»
Der Junior kostet etwas mit der Zunge nach. «Täusche ich mich, oder ist da eine Spur Seifengschmack drin?»
«Paps wird sich die Hände gewaschen haben, bevor er das Essen zubereitet hat», kichert meine Tochter.
«Nein, nein, mir scheint, dass da etwas Seife im Abgang dabei ist!», behauptet der Sohn.
«Du spinnst!», sagt Renate. «Aber etwas dünkt mich rätselhaft: Ich war der Meinung, ich hätte Jazz-Äpfel gekauft, und die hier schmecken eher wie Boskop!»
«Hast du nicht Bananen mitgenommen?», fragt da meine Tochter.
«Und Aprikosen?», erinnert sich der Sohn.
«Ihr könnt gerne in der Küche nachschauen. Da hat es noch mehr Früchte, die eure Mutter mitgenommen hat», sage ich leichtsinnigerweise.
Erstaunt schaut mich Renate an. «Du hast nicht alle Früchte gebraucht? Es waren doch gar nicht viele.»
«Eh… Also da stehen noch drei Taschen…»
«Muss wohl der Weihnachtsmann gewesen sein!», grinst mein Sohn.
«Oder der Osterhase!», meint die Tochter.
«Jedenfalls hat euer Vater nun zweimal Essen zubereitet. Nun ist jemand anders dran!»
Ich bin erleichtert. Gerade noch einmal gut gegangen. «Ich nähme dann noch einen Kaffee», sage ich.
Renate schenkt ein. Ich rühre den Zucker um. Nehme dann einen Schluck. «Pfui Teufel! Der ist ja ganz salzig!»
«Du hättest dein Gesicht sehen sollen!», prustet mein Sohn los.
«Einfach köstlich», kichert meine Tochter.«Nun ja, ein kleiner Denkzettel für deine süssen Teigwaren musste schon sein», findet Renate.
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