Als wir zur Gondelbahn gehen wollen, kommen wir an einen Automaten vorbei.
«Guck mal, da ist Papi, und du fährst ihm soeben von hinten auf!», ruft unsere Tochter begeistert.
«Wo?»
«Da, auf dem Bildschirm!»
«Dieses Foto muss ich unbedingt haben», meint der Sohn. «Das ist mir die fünf Franken, die es kostet, wert!»
Er eilt zum Automaten und kehrt schon bald darauf mit dem Foto zurück. Und mit einer Quittung.
«Mit dem QR-Code auf dem Beleg kann ich mir zu Hause das Bild runterladen. Das wird ein Spass», kichert er.
«Krieg ich auch ein Foto?»
«Na ja, wenn du mir fünf Franken gibst… Du verstehst, ich hatte Auslagen…»
«Verdammter Kapitalist!», murrt meine Tochter.
Wir fahren mit der Gondel hoch. Beim Auto macht mir meine Frau einen Verband mit dem Material aus der Auto-Apotheke, während ich mir überlege, wie ich an die Quittung meines Sohnes mit dem QR-Code kommen könnte.
«Fertig», sagt Renate.
«Danke, Schatz», antworte ich und setze mich ins Auto. Schaue in den Innenspiegel und erschrecke. ‘Hoffentlich geraten wir in keine Kontrolle’, denke ich, als ich den turbanähnlichen Verband sehe.
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