Meine Frau kann nicht reagieren, da sie jetzt an die Reihe kommt.
«Zwei Erwachsene, zwei Kinder…»
«Beide über zehn?», fragt eine gelangweilte Stimme.
Unsere Kinder reagieren simultan: «So eine Frechheit! Wir sind keine Kinder, sondern Jugendliche!»
Renate blättert das Geld hin.
«Dann könnt ihr euch bei dem Mann da drüben melden.»
Der Hüne hat eine Auswahl eigenartiger Dinge vor sich. Beim Näherkommen sehe ich Riemen, Seile, Ketten…
«Zuerst passen wir die Kletter-Gestältli an», sagt er.
Die Kinder kommen vor uns dran. Dann Renate. Ich werfe unterdessen einen Blick auf die Anlage. Dabei wird mir Wind und Weh: Die Höhe, die dünnen Seile, die schwingenden Gegenstände…
«Und noch der Herr…»
Ich zwänge mich zwischen die Riemen.
«Leider haben wir maximal diese Grösse», entschuldigt sich der Kerl. «Und jetzt bitte noch mit dem Riemen prüfen, ob alles sitzt.»
Ich ziehe kräftig am erstbesten Riemen. Und jaule auf. Hab’ mir etwas Empfindliches eingeklemmt. Der Riese grinst schief, hilft mir aber, mich aus der Notlage zu befreien.
«Und dann noch die Handschuhe und der Helm…»
Schon geht’s weiter. Am ersten Posten wird uns erklärt, wie wir uns sichern müssen. Ich schaue genauer auf das Hindernis: Auf schwankenden Hölzern muss man von Plattform zu Plattform gehen. Immerhin einen Meter über dem Boden.
«…und nicht vergessen: Am Schluss ausfädeln.»
Mein Herz ist fast in der Hose. Aber meine Kinder hüpfen nur so über die Balken. Kann doch nicht so schwierig sein! Renate lässt mir den Vortritt. Ich will schon auf die Bretter stehen, da reisst mich eine Hand zurück.
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