Aus der zweiten Reihe, Wäscheversuch 5

Am Abend will Renate ihre Kleider für den nächsten Tag bereitlegen. «Schatziii!»

Ich sitze vor dem Fernseher. Ein wichtiges Fussballspiel läuft. Deshalb melde ich mich nicht sofort.

«SCHAAAATZ!»

Uiii! Wohl besser, ich beeile mich. Meine Frau ist im Schlafzimmer.

«Was ist?», frage ich ungeduldig.

«Sag mal, du hast doch heute die Wäsche von der Leine genommen…»

«Korrekt.»

«Was hast du damit gemacht? Irgendwie riecht es im ganzen Zimmer nach Bier!»

Es ist wohl besser, ein bisschen bei der Wahrheit zu bleiben. «Ooooch… Habe ein Bier dazu getrunken.» 

«Soso. Und davon riecht die ganze Wäsche?»

«Nun ja…»

«Und dass man Wäsche ZUSAMMENLEGEN könnte, davon hast du schon einmal gehört?»

Ich verklemme mir einen Kommentar. Unten läuft das Fussballspiel…

«Zum Beispiel Socken: Mit der rechten Hand in die eine Socke schlüpfen, beide Socken packen, mit der linken die rechte wieder befreien!»

«Wie genau?»

«Am besten, du versuchst es gleich…»

Wunderbar! So verpasse ich den Rest der Spielzeit!

«Unterleibchen kannst du von aussen gegen innen eindritteln.»

«???»

«Linke Seite zur Mitte, rechte Seite zur Mitte. Und dann noch halbieren. So!» Gnädigerweise zeigt sie es mir. 

«Und Unterhosen?», frage ich dummerweise, als ich fertig bin. 

«Deine halbieren. Meine bitte so:» Sie macht es vor. 

Als ich fertig bin, zeigt sie mir noch, wie die Badetücher gefaltet werden. Damit sie in den Kasten passen. 

Nun geht sie zu meinem Kasten. Sie öffnet ihn. Gleich wird das Unglück über mich hereinbrechen…


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