Am nächsten Abend komme ich müde von der Arbeit heim.
«Schaaaatz!», ruft meine Frau.
Ich schlüpfe aus meinen Schuhen und steige in meine Pantoffeln. «Jaaaa?»
«Kannst du die Wäsche von der Leine nehmen? Ich muss hier unbedingt das Turndress von unserem Sohn flicken!»
«Alles klar. Wird sofort erledigt», behaupte ich. Weil ich vor dem Kühlschrank stehe, nehme ich mir ein Bierchen mit. Da kann ich während der Arbeit zwischendurch einen Schluck nehmen.
In der Waschküche riecht es nach frischer Wäsche. Logisch! Sie hängt ja brav da. Ich nehme die Socke (braun) und suche ihren Zwilling. Er hängt zwei Reihen weiter, ganz hinten. Ich lege die zwei Socken aufeinander. Dann nehme ich ein Unterleibchen. Wenn ich schon dabei bin, kann ich noch schauen, ob es in anderen Reihen auch noch ein Leibchen hat. Total finde ich fünf. Ich lege sie auf der Waschmaschine aufeinander. Jetzt habe ich mir einen weiteren Schluck verdient.
‘Geht ja ganz einfach’, denke ich. ‘Nun die Unterhosen.’ Da komme ich auf sieben. Ich lege sie neben die Unterleibchen und nehme einen kräftigen Schluck Bier. ‘Und jetzt die T-Shirts’. Das gibt mir die Erlaubnis für zwei weitere Schluck Bier. ‘Kommen wir nun zu den Badtüchern’, nehme ich mir vor. Ich will die Tücher auf meine bisherigen Stapel legen. Dabei touchiere ich dummerweise mein Bier. Es fällt um. Der Inhalt schäumt über die bisherigen Stapel, bevor ich die Bierflasche wieder aufstellen kann.
‘Nicht so schlimme’, denke ich, ‘das ist ja nur eine kleine Menge. Das trocknet im Kleiderkasten dann schon.’
Ich beeile mich, die Flasche leer zu trinken und stelle sie in eine Kellerecke. Davor stelle ich den Abfalleimer. Schnell bringe ich meine Stapel in meinen Kleiderkasten.
«Hab meine Sachen schon fertig», verkünde ich.
Im Keller brauche ich noch fast eine halbe Stunde, bis ich die weiteren Stapel verteilen kann.
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