Aus der zweiten Reihe, Badi 15

Nun steigt der Junge auf den Turm. Er nimmt Anlauf, katapultiert sich hoch in die Luft und will mit einem Köpfler wassern. Er hat jedoch etwas zu viel Schwung und landet schräg auf dem Rücken. Als er aus dem Wasser steigt, frage ich besorgt: «Alles OK?»

«Ja…. Eh… alles Paletti!», stöhnt er.

Meine Tochter grinst. «Ein richtiger Indianer kennt keinen Schmerz…»

Bevor der Junge reagieren kann, rennt sie zum Drei-Meter-Brett. Von dort springt sie wie vorher runter. Unser Sohn versucht es diesmal mit einem Salto, der ihm auch ganz gut gelingt. 

«Super»; sage ich, als er aus dem Wasser steigt, «aber nun macht’s mir hier langsam heiss…»

«Nur noch einer», entgegnet er und rennt wieder zum Sprungbrett. Aber diesmal hüpft er nicht nach vorne, sondern zu mir rüber. Bevor ich realisiere, was er vorhat, landet er mit einer «Arschbombe» im Wasser. Die Fontäne deckt mich ein und ich pruste.

«So, etwas Abkühlung bekommen?», lacht er. 

Ich schüttle mich wie ein begossener Pudel. «Was meint wohl der Bademeister dazu?»

«Och…»

«Der braucht es ja nicht zu wissen», meint seine Schwester. 

Was nun mit meinen Schürfungen sei? Kommt ja gleich!

«Gehen wir also zur Rutschbahn», sage ich. 

Wir klettern die Treppe hoch. Man kann von hier die ganze Badi überblicken. Das ist recht hoch! Früher glaubte ich schwindelfrei zu sein. Nun bin ich mir nicht mehr so sicher!

«Geht nur ‘mal vor», sage ich, weil ich nicht recht weiss, wie man da runterrutschen soll. 

«Nein, nein, Paps; du zuerst. Wir halten dir den Rücken frei…»

«OK.»


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