Völlig geschafft kehre ich zu unserem Platz zurück. Ich bin so fertig, dass ich nicht einmal ein Badetuch nehmen kann, um mich in der Sonne zu wärmen. Ich lege mich einfach hin.
«Du Papa!» Jemand stösst mich in die Seite. «Papa!!»
«Was is…?»
«Die andern sind schon zum Dessert gegangen. Aber du kannst auch ruhig hier weiterschlafen…»
«Dessert?!» Ich fahre hoch. Die Umgebung schwankt und dreht sich.
«Papa? Was ist? Du bist so käsig bleich.»
Ich fasse mir an den Kopf. «Mir ist schwindlig. Habe nichts Rechtes gegessen…»
Meine Tochter reicht mir ein Erfrischungstüchlein. «Hier. Kühl deinen Kopf etwas. Er lag nämlich unterdessen in der Sonne.»
Ich reibe meinen Nacken. Bereits fühle ich mich etwas besser. «Ein Kaffee wäre jetzt super», sage ich. «Komm, wir gehen auch zum Kiosk.»
Die andern haben sich schon an einen Tisch gesetzt.
«Kriege ich auch Kaffee und Kuchen?», frage ich.
«Von mir aus Kaffee», meint Renate. «Dessert gibt’s nur, wenn du nachher mit den Kindern eine halbe Stunde Tischtennis spielst!»
«Och… Jetzt habe ich doch schon so viele Meter schwimmend hinter mich gebracht…»
Mein Sohn grinst. «Respekt! Du hast schon etwas über 500 Meter geschafft!»
Meine Frau weist ihn zurecht. «800 Meter in zwei Anläufen. Immerhin.»
«In der Schule müssen wir einen Kilometer in 30 Minuten schaffen!», erwidert er.
«Und? Kriegst du das hin?», fragt seine Schwester.
«Nun ja… das ist das Ziel. Ich arbeite daran.»
«Ich arbeite daran…», äffe ich ihn nach. «Ich arbeite auch an meinem Kilometer. Den kriege ich heute noch hin.»
«Genau, Schatz. Also: Kuchen oder Eis gegen Tischtennis. Was meinst du?»
Ich hatte eigentlich gehofft, dass sie das zweite mit der Zeit vergessen würde. Andrerseits: So ein Eis… mit Doppelrahm…
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