«Ja, genau», lächle ich. Meine Frau wirft mir einen Blick zu. Was ist denn?
Schon kommen die Kinder zurück. Ich nehme einige Blätter von der heutigen Zeitung und lasse die Kinder mit den Streichhölzern anfeuern. Ich giesse mir einen Becher Tee ein.
«Sag einmal, sagt meine Frau, «darf ich auch einen Schluck von deinem Tee?»
«Was soll das? Du hast doch deinen eigenen Tee…»
Sie hält demonstrativ ihre Hand hin.
«Das ist mein Tee!»
«Ich möchte aber meine Flasche nicht auspacken.»
Resignierend gebe ich ihr einen Becher.
«Eine eigenartige Farbe hat dein Tee!»
«Findest du? Eigentlich ganz normal, oder?»
«Interessant. Ich dachte, unser Tee sei heiss. Deiner scheint mir merkwürdig kalt…»
Ich lächle säuerlich. «Vielleicht stimmt etwas nicht mit meiner Isolierkanne…»
«Mich dünkt auch, ich hätte Lindenblütentee gemacht. Das hier…», sie nimmt noch einen Schluck, «hat einen ganz anderen Geschmack!»
«Ach weisst du, ich mag Tee nicht besonders…»
Jetzt schaut sie mich wütend an. «Bei dir ist Hopfen und Malz verloren!»
«Eh, nein… beide sind bei mir gut aufgehoben…»
«Also deshalb musstest du bei der Raststätte noch aufs WC…»
«Äh nein… Das Bier habe ich zu Hause abgefüllt. Damit es schön kalt bleibt. Die WÜRSTE habe ich beim Kaffeehalt gekauft…»
Sie schüttelt den Kopf. «Weisst du, dass du eine Menge krimineller Energie in deinem Kopf hast? Was hast du denn sonst noch in deinem Rucksack? Der muss ja eine halbe Tonne wiegen!»
«Na ja, noch ein kleines Dessert…»
Sie will aufbrausen.
«Für alle!», sage ich deshalb schnell.
«Du spinnst!», schimpft Renate. «Dessert kann man doch in jedem Restaurant haben!»
«War aber gerade…»
«Aktion!», rufen beide Kinder im Chor.
Hinterlasse einen Kommentar