«Warum ist denn… der Mars rot?», frage ich die Kinder.
«Vermutlich wegen dem Lippenstift», meint mein Sohn.
«Blödmann! … Natürlich… wegen dem… Eisenerz!»
«Sag mal, warum schnaufst du eigentlich so?», fragt meine Frau.
«Na, weil es… bergauf geht…»
«Soll lieber ICH den Rucksack tragen?»
«Nein, nein… Geht schon… Aber wann machen wir… denn Mittagsrast?»
Sie schaut auf die Uhr. «Ist ja erst knapp elf Uhr.»
Endlich bekomme ich Unterstützung von den Kindern. «Es wäre aber schon Zeit für eine Pause», meint meine Tochter.
«So marschieren ist echt öd», verkündet unser Sportler.
«Na schön!», schimpft Renate, «dann schaut halt nach einem Rastplatz. Ein Bänkli genügt. Wir haben ja Früchte und Knäckebrot.»
Nun heisst es gut aufpassen! Ha! Da oben hat es eine Feuerstelle! Glück gehabt!
«Etwas oberhalb hat es einen schönen Rastplatz», verkünde ich. Auch mein Sohn hat offenbar wieder Energie und rennt schon einmal hoch. Als wir anderen oben ankommen, hat er schon zwei Bänkli für uns reserviert.
«Ihr könnt schon einmal Holz holen», verkünde ich. Die Kinder verschwinden im Wald.
«Das hast du gut gemacht», lobt mich Renate, «da haben wir ja etwas Zeit für uns.» Sie zieht mich an sich und küsst mich.
«Äh, Moment. Muss da noch etwas vorbereiten.»
Ich nehme den Rucksack. Wo habe ich bloss das Sackmesser… Ach ja, in der Aussentasche. Dann packe ich das Innenfach aus.
«Sag, dass das nicht wahr ist!», ruft meine Frau aus.
Irritiert schaue ich sie an. «Was denn?»
«Du hast nicht im Ernst Würste mitgenommen?»
Schuldbewusst senke ich meinen Blick. «Wenn es doch hier eine Feuerstelle hat… Du hast gesagt, die Kinder sollen etwas lernen… Da habe ich gedacht, ein Feuer machen…»
Sie seufzt. «Das Feuer machen dient natürlich nur dazu, dass du nachher etwas essen kannst!»
«Och… Ich trinke auch gerne etwas dazu…»
«Na, heute hast du ja zum Glück bloss Tee dabei…»
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