Am Montag eine herbe Enttäuschung: Claudia ist nicht da. Dafür ein Muskelprotz! Er grinst mich an.
«Guten Tag», sage ich, «ich bin eigentlich bei Claudia…»
«Du musst der Neue sein», lacht er, «Ich heisse Roger. Claudia hat mir von dir erzählt. Hast ja letztes Mal kaum die Aufwärmrunde geschafft. Komm mit, heute zeige ich dir die Geräte, an denen du ganz einfach trainieren kannst. Hast du deine Karte?»
Ich halte sie ihm unter die Nase.
«Gut. Dann also zuerst die Geräte, die auch du schaffen kannst. Hier zum Beispiel Beinstrecker und Beinbeuger. Setz dich auf das erste Gerät. Halt! Zuerst dein Frottee-Tuch!»
Ich stecke meine Karte in den Schlitz und gehorche. Er tippt etwas auf der Tastatur. «So. Jetzt stell deine Füsse im Abstand von einem Fuss nebeneinander auf diese Platte.»
Das ist nicht schwierig.
«Schau, dass dein Rücken gerade wie ein Brett bleibt.»
Auch das sollte ich können, liege ja auf dem Rücken.
«Und jetzt gleichmässig nach vorne drücken. Und vergiss die Atmung nicht!»
Ich drücke. Und drücke. Aber das Miststück will sich nicht bewegen. «Da scheint etwas kaputt zu sein.»
Er grinst. «Nein, nein. Ist nur so, dass du eigentlich dein eigenes Gewicht wegdrücken können solltest. Nehmen wir halt ein wenig Gewicht weg.» Er fingert wieder auf dem Display herum. «Versuch noch einmal.»
Dieses Mal bewegt sich die Platte. Ich schiele auf das Display. Ausser den 60 kg, die Roger eingestellt hat, zeigt es mir die Geschwindigkeit an, und ob ich meine Übung vom Anfang bis zum Ende mache. Und wie viel Male ich sie schon hinter mir habe. «Warum zeigt es hier erst nach dem zweiten Mal eine fertige Übung?», keuche ich.
«Ganz einfach: Das Gerät macht mit dir die Übung probeweise durch, nachher zeigt es dir die Wiederholungen an.»
«Ach so…» Ich atme schon schwer. «Und wie oft sollte ich das… repetieren?»
«Zu Beginn reichen 20 Wiederholungen.»
«Nur?», ächze ich.
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