«Ich kontrolliere, ob du sie auch nimmst. Und ob du sie mit genug WASSER hinunterspülst.»
Ich seufze. Meine Frau kennt mich wirklich gut! Dann schleppe ich mich wieder nach draussen. Welches Bein muss ich nachschleppen? Das rechte? Beim Schuhe-Anziehen stöhne ich.
Sie streicht mir über den Kopf. «Geht es?»
«Es muss. Ist ja nicht mehr viel zum Umgraben.»
«Weisst du was? Mit dem Kompost hat es ja noch etwas Zeit.»
«Wirklich?» Also doch etwas Ruhe nach der Mühe.
«Ja. Das kannst du auch morgen Abend noch machen.»
Ich seufze… Morgen ist doch am Abend ein Fussballspiel. Und danach ein Krimi. Und davor wollte ich mich eigentlich von der Arbeit ausruhen. Damit ich für den Abend fit bin…
Ich hinke also in den Garten und schaufle verbissen noch das zweite Beet um.
«Das geht ja erstaunlich flott», sagt meine Frau plötzlich ganz dicht bei mir.
«Hab’ dich gar nicht kommen hören…»
«Du bist ja gleich fertig. Da können wir danach gleich in die Gärtnerei…»
«Wie denn? Mein Rücken…»
«Kein Problem, Schatz. Ich kann ja ausnahmsweise einmal fahren.»
Ach nein! Da verkrampfe ich mich immer auf dem Beifahrersitz!
«Und zum Nachtessen kommen dann Schneiders. Das hast du hoffentlich nicht vergessen.»
Ein kleiner Lichtblick. Die Nelly mit den langen, blonden Haaren. Und halt der langweilige Gustav. Auf jeden Fall kein Sofa-Abend…
«Aber die gehen dann schon irgendwann wieder heim?»
«Jetzt sei doch nicht so grantig! Ich massiere dir dann auch noch einmal den Rücken. Hat es schon etwas genützt?»
«Ich weiss nicht so recht…»
«Schien mir aber vorher, du hast gar nicht mehr gehunken…»
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