Ich schliesse die Augen. Ich liebe es, wenn mich Renate massiert. «Iiiii!», schreie ich auf. Sie hat mir etwas Eiskaltes auf die Lende geklatscht. Nun greift sie kräftig zu. «Ja, das tut gut», grunze ich. Aber jetzt beginnt es erst zu kribbeln. Nach einer zunächst angenehmen Wärme beginnt sich ein diabolisches Feuer über meinen unteren Rücken zu verbreiten. «Was zum Teufel reibst du da ein?»
«Maximum forte», sagt sie, «ein neues Mittel gegen Zerrungen, Muskelkater und Verspannungen.»
«Mann, das brennt höllisch!»
«Entschuldige, aber ich bin eine Frau, kein Kerl! Ich bin DEINE Frau, wenn du das vergessen haben solltest! Und ich möchte, dass du schnell wieder fit bist. Nachher nimmst du noch einen Entzündungshemmer, und danach kannst du sicher weiterarbeiten!»
Uiiii! Ich hasse diese Tabletten. Du schluckst sie, und spülst mit Wasser nach. Kaum sind sie im Magen angekommen, schwimmen sie obenauf und geben dir das Gefühl, ständig gegen die Speiseröhre zu drücken!
«Könnte ich nicht ein Bierchen…?»
«Nichts da! Medikamente und Alkohol? Das ist Gift! Denk an deine Lebern!»
Da habe ich mir ein schönes Ei gelegt! Ich versuche aufzustehen und ächze.
«Das sieht schlimmer aus, als ich dachte. Soll ich doch besser einen Termin beim Arzt für dich abmachen?»
Ich winke heroisch ab. «Geht schon.»
«Halt!», ruft Renate. Sie eilt nochmals ins Bad und holt die Tablette. In der Küche bleibt sie neben mir stehen.
«Was ist?»
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