«Hey! Du hast dein Bier vergessen!», ruft mir da einer nach.
Ergeben nehme ich meine Bierdose und verlasse das Klo. Jetzt habe ich Geld fürs Bier ausgegeben, für das WC, und für die Zugfahrt. Wann fährt denn eigentlich der Zug? Ich will auf die Uhr sehen, da kippt das Bier aus der Dose. Ich renne schnell weg. «Schau mal diesen Depp an!» schreit mir der andere nach.
Auf dem Weg zum Perron sehe ich einen Abfalleimer und lasse die Büchse hineinfallen.
Tatsächlich fährt auf Gleis 3 gerade ein Zug ein. Ich freue mich, dass ich einen freien Platz finden kann. Also ein freies 4er-Abteil. Ich strecke die Füsse.
«Ist hier noch frei?»
‘NEIN!’, möchte ich schreien. Aber ich nicke.
«Würde es Ihnen etwas ausmachen, sich auf die andere Seite zu setzen? Mir wird nämlich schlecht, wenn ich rückwärts fahren muss.»
Ich brummle etwas und setze mich auf die andere Bank. In diesem Augenblick wird es heller. Der Nebel verzieht sich. Und die Sonne scheint. Scheint genau auf mein Gesicht. Blendet mich. Ich will die Sonnenblende hinunterziehen. Hat es aber in diesem Zug nicht! Ich verfluche den heutigen Tag. Während der Heimfahrt befühle ich mit der Zunge ständig den geflickten Zahn. Fühlt sich alles glatt an.
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