Hygienemässig hatte ich Glück: Die meisten Jungen hatten mehr Akne als ich. Ob das daran lag, dass ich weniger im Gesicht herumfummelte als andere, dafür mehr in meiner Nase, kann ich nicht sagen, hahaha! Jedenfalls verdiente sich Clearasil oder wie die Firma hiess, an den meisten von uns ein Vermögen. Auch für Haarpflege-Produkte gaben wir viel aus. Schliesslich wollte man ja – leicht verspätet – ebenso Eindruck machen wie John Travolta! Dauert dann aber bloss, bis Daniela – meine zweite grosse Liebe – mir erklärte, dass allzu viel Haaröl schmierig aussehe…
Habe dann gelernt, dass man auch im Schlafzimmer schmieren kann. Habe dabei wohl rote Ohren gekriegt… Nein, ich kann dir nicht sagen, welches das beste Mittel ist! Das muss jeder – und JEDE! – selbst herausfinden. Zugegeben, habe auch mehrere Male gebraucht, bis ich begriffen habe, dass ein Vorspiel nicht viel mit einem Musikinstrument zu tun hat und auch Vergnügen bereiten kann. Und dass es nicht nur mich gibt. Sondern auch Daniela… Und dass es nicht immer gleich einfach ist.
Bei ihr war auch immer aufgeräumt. Bevor ich sie besuchen kam, hat sie immer sauber gemacht. Staub gesaugt, Bettwäsche gewechselt, WC geputzt… Ist sogar mir aufgefallen. Auch der Kühlschrank war immer aufgefüllt und aufgeräumt. Nicht wie in unserer Männer-WG, die wir damals hatten. Wer aufräumte, war da der Looser. Habe dann vor dem Besuch Danielas bei uns gewütet: monatealten Abfall weggeräumt, Dreckflecken entfernt, Raumspray versprüht. Als Daniela kam, hat sie trotzdem die Nase gerümpft. Gesagt hat sie nicht viel. Aber beim Abschied meinte sie: «Das nächste Mal dann lieber wieder bei mir!»
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