Aus der zweiten Reihe, Krankheiten 4

Schon bist du wieder draussen. Und dafür habe ich extra geduscht. Der hat mich ja gar nicht untersucht! Weder «machen Sie sich bitte oben frei!» noch «legen Sie sich bitte auf die Liege!». Nicht einmal mit seinem Stethoskop hat er herumgewerkelt. Dafür kommt gleich der nächste Stress. Du gehst mit dem Zettel zur Apotheke. Da sind meist genug Leute. Und die bekommen dann mit, dass du ein Mittel gegen Adipost… Adipositas brauchst. Oder eines gegen Hämoglobin. Nein, natürlich Hämorrhoiden. Weil der Apotheker ein lautes Organ hat. Und ausgerechnet ER dich bedient. Und nicht das nette Fräulein mit der diskreten Stimme. Wie bitte? Fräulein sagt man nicht mehr. Dann halt die nette junge Dame… 

Was kostet das? Die kleine Packung mit den 20 Tablettchen rund 70 Franken? Das kleine Fläschchen mit kaum 100 Tropfen 30 Franken? Meine Güte! Und einige Tage später die Arztrechnung! Da reichen dann zwei Hunderter selten! Du sagst, dafür hätten wir ja die Krankenkassen. Aber weit gefehlt! Da hast du dann zuerst Selbstbehalt und Franchise! Mann, bin ich froh, dass ich nur selten krank bin. Entschuldigung. Ja, du bist eindeutig eine Frau. Habe es ja nicht so gemeint. War halt so eine Redewendung, sorry. Ich meine ja nur, da geh ich bald lieber krank arbeiten, als so viel Geld auszugeben. Trink halt etwas Tee, esse eine warme Suppe oder so. Also wenn meine Frau nicht hinsieht, trinke ich einen Schnaps und esse eine kalte Cervelat. Ich schwöre dir: Beides erzielt dieselbe Wirkung auf eine Erkältung, nämlich keine, hahaha!


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