Kleider? Das nennst du Kleidung? Die Fetzen, die die armen Kinder tragen müssen? Zerlöchert, dass man Knie, Oberschenkel und Gesäss sieht? Zu klein, so dass der Bauchnabel unter dem Oberteil rausschaut? Hochwasser, damit man die farbigen Socken besser sieht? Überhaupt! Das ist ja gar keine Mode mehr: Du trägst oben ein anderes Muster als unten und geringelte Socken dazu. Oder drei Farben, wovon sich zwei so richtig beissen. Was «beissen» heissen soll? Dass das überhaupt nicht zusammenpasst! Das tut richtig weh in den Augen! Einfarbige Kleidungsstücke gibt es sowieso nicht mehr. Überall müssen irgendwelche Aufdrucke und Aufsätze drauf sein, möglichst mit Reissverschlüssen, Schlaufen und Druckknöpfen. Und mindestens drei verschiedene Materialien.
Und was für Materialien! Manchester! Das habe ich schon als Kind nicht gemocht. Beissige Wollpullover, pfui Teufel! Möglichst noch ärmellos. Und die neuen teuren Hosen sehen wie geflickt aus. Wie auch die Jacken. Da ein Reststück auf ein anderes genäht. Wahrscheinlich haben die in der Fabrik eine Lieferung Altkleider bekommen… Auch die Verarbeitungsqualität stimmt nicht. Kaum hast du so einen Fetzen angezogen, geht schon eine Naht auf, eine Label-Etikette löst sich oder du bleibst mit einer der vielen Verzierungsschleifen irgendwo hängen. Du willst etwas in einer der aufgesetzten Taschen verstauen? Vergiss es! Da lässt sich nur der Reissverschluss öffnen. Im besten Fall! Darunter ist gar keine Tasche, sondern höchstens ein paar Quadratmillimeter Leerraum. Das reicht nicht für die Skikarte oder das Handy. Höchstens für einen Fünfräppler. Den kannst du zwar für nichts mehr gebrauchen, aber vielleicht findest du ja mal einen, der jemandem bei der Kasse vom Rückgeld runtergefallen ist. Lohnt sich ja nicht, den aufzuheben…
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