Aus der zweiten Reihe, Jugend 2

Schule funktioniert scheinbar auch ganz anders. Wir haben seiner Zeit noch stundenlang Hausaufgaben gemacht. Zuerst Reihen gebüffelt, dann «Bigeli» gelöst bis zur Vergasung und später Dreisatzrechnungen: Gegeben ist, gesucht wird, Lösung, quod esset demonstrandum. Und immer schön zuerst eine Schätzung, am Schluss eine Überprüfung und die Lösung doppelt unterstrichen! Mit Neunerprobe. Was? Du kennst das auch schon nicht mehr?

Jaja, ich komme ja schon wieder auf heute zurück. Die heutige Jugend sitzt ja nicht mehr in Reihen und steht auf, wenn der Lehrer hereinkommt. Ja, auch bei der Lehrerin sind wir aufgestanden. Aber die gab’s damals nur im Kindergarten und bis zur dritten Klasse! Heute sitzen die an Gruppentischen. Sie bekommen alle ein Tablett, damit sie zu jedem und allem recherchieren und Filmchen streamen können. Da werden von den Lehrpersonen «Lernlandschaften» vorbereitet oder «Lern-Inseln», weil entdeckendes Lernen nicht mehr genügt. Und es müssen mindestens drei Fremdsprachen erlernt werden, weil die offenbar viel wichtiger sind als die handwerklichen Fähigkeiten. Schliesslich kann man ja mit einer Heissleimpistole fast alles zusammenkleben, sogar Textilien…


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