Aus der zweiten Reihe, Garten 2

Natürlich haben wir einige Pflanzen im Haus. Das nervt. Die stehen nämlich auf Fenstersimsen rum. Und wenn du ein Fenster öffnen willst… Schwupps! Schon sind sie am Boden. Meist ist dann der Topf kaputt, Erde rieselt zu Boden, oder noch schlimmer: Meine Frau hat kurz zuvor gegossen! Dann entstehen schnell wüste Flecken. Immerhin ist es auch eine Chance, eine unbeliebte Pflanze loszuwerden, hahaha! Welche Sorten wir haben? Keine Ahnung, bin ja kein Biologe. Wie bitte? Floristin heisst das? Ich glaube, es sind Orchideen. Sollen ja ursprünglich Parasiten gewesen sein, deren Samen von Tieren auf Bäume gebracht wurden. Brauchen jedenfalls speziellen Dünger und vertragen weder zu viel noch zu wenig Wasser – sagt meine Frau.

Auch draussen stehen so Töpfe herum. Zum Glück hat es letztes Jahr regelmässig geregnet, musste nur wenige Male mit den Giesskannen oder dem Schlauch nachhelfen. Das ärgert mich nämlich. Meine Frau besteht darauf, dass der Schlauch am Schluss sauber aufgerollt wird. Und das heisst, dass am Ende meine Hände dreckig sind! Blöde Pflanzen! Die sollten doch wenigstens eine Woche durchhalten können! Einige muss man auch an Stecken anbinden, damit sie nicht umfallen, wenn es ein bisschen windet. Wozu eigentlich der Aufwand? OK. Es gibt ja einige Pflanzen, die liefern etwas. Zum Beispiel Tomaten. Aber wie die Wasser saufen! Gewürze sind mir lieber. Rosmarin zum Beispiel ist nicht so empfindlich.

Mir wären ja Beeren lieber. Oder Kartoffeln. Aber meine Frau warnt ständig: «Auch die muss man pflegen! Beeren muss man zurückschneiden und düngen. Denk nur nicht, dass ICH das mache! Und bei den Kartoffeln musst du zwischendurch die Erde lockern. Ausgerechnet DU willst die Kartoffeln später ausgraben? Du jammerst ja schon, wenn du dreckige Hände vom Schlauch hast!»


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