Aus der zweiten Reihe, Ernährung 3

Muss das jetzt wirklich sein? Gemüse! Karotten gehen. Broccoli ist so entsetzlich grün! Blumenkohl? Das hängt ab, ob er an einer Sauce daherkommt. Auch die Blumenkohlin, hahaha! Kabis? Selten. Vielleicht als Salat oder Wähe. Wenn’s unbedingt sein muss. Kann man ja drauf verzichten. Und dafür beim Dessert zuschlagen… Früchte? Wie bitte? FÜNF pro Tag? An Apple a day keeps the doctor away! Da war noch von einem die Rede. Oder von einer, nämlich Frucht. Bei uns liegen immer Früchte rum. Äpfel, Birnen… im Winter auch Südfrüchte. Orangen und Mandarinen. Wo die herkommen? Aus dem Kühlschrank, hahaha! Halt aus Italien, Spanien. Was weiss ich. Äpfel aus Südafrika? Aber wir haben doch hier sicher Äpfel genug? Der Konsument will das so. Ach so! Das ganze Jahr Erdbeeren? Nee du! Bei uns gibt’s die nur im Sommer. Am liebsten von einem Feld beim Bauern. Bloss nehmen wir immer zu viel mit. Dann jammert meine Frau. Sagt, sie muss aus dem grössten Teil Konfitüre machen, bevor sie faul werden. Was? Die richtige Bezeichnung dafür ist Marmelade? 

Da fällt mir der Witz vom Breitmaulfröschchen ein. Kennst du nicht? Also. Das Breitmaulfröschchen kommt zum Arzt: «Bitte, Herr Doktor, können Sie mir helfen?» «Was ist denn das Problem?», fragt der Doktor. «Alle anderen Tiere haben einen hübschen schmalen Kussmund, nur ich habe ein so breites Maul. Sie müssen mir helfen!» Der Arzt überlegt. Dann sagt er: «Das ist ganz einfach. Du stehst jeden Tag mehrmals vor den Spiegel und sagst: Konfitüre, Konfitüre, Konfitüre!» «Besten Dank!», ruft das Breitmaulfröschchen und hüpft davon. Aber nach einer Woche sitzt es wieder im Behandlungsraum. «Na», sagt der Doktor, «hast du Fortschritte erzielt?» Betrübt antwortet das Breitmaulfröschchen: «Nein, überhaupt nicht! Es ist noch schlimmer geworden!» Der Arzt wundert sich. «Zeig mir einmal, wie du übst!» Das Breitmaulfröschchen steht vor den Spiegel und sagt: „Marmelade, Marmelade, Marmelade!»


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